UX Research trifft Product Thinking – Bachelorarbeit mit messbarem Impact
KI-Demonstrator
31 Nutzer, 3 Sprints, +7,9% UX-Score – wissenschaftliche Strenge trifft Produktdenken.















Ergebnisse & Impact
+7.9%
UX-Verbesserung (UEQ-Score)
0%
Tablet-Responsivität
0/100
SUS-Score "Gute Usability"
0/7
Originalität "Sehr gut"
Projektziel
Eine KI-Lernplattform im öffentlichen Dienst scheiterte an ihrer eigenen Oberfläche: Nutzer brachen Lerneinheiten ab — nicht wegen schlechtem Inhalt, sondern wegen blockierender Navigation, fehlender Tablet-Unterstützung und einer Informationsarchitektur, die niemanden durch den Stoff führte. Ich übernahm das vollständige UX-Redesign: von der Nielsen-Heuristik-Analyse über 3 iterative Sprints bis zur Vue.js-Implementierung — gemessen an 31 Teilnehmenden mit SUS, UEQ und AttrakDiff.
Rolle & Verantwortung
Bachelorarbeit – alleinverantwortlich für Nutzerstudie, Persona-Entwicklung, Informationsarchitektur, Prototyping (Low bis High-Fidelity), Vue.js-Frontend und drei iterative Evaluationsrunden (SUS, UEQ, AttrakDiff) mit insgesamt 31 Teilnehmenden.
Prozess
Drei Kernprobleme — Priorisierung vor dem ersten Pixel
Heuristik-Analyse nach Nielsen: fehlende Orientierung (Nutzer wussten nicht wo sie sich befanden), unstrukturierte Inhaltsarchitektur (besonders für die Persona „Helena Schulz") und fehlende Tablet-Unterstützung — obwohl Lebensmittelkontrolleure im Außendienst genau damit arbeiten.
Entscheidung: Informationsarchitektur vor visueller Überarbeitung.
Persistente Sidebar — warum nicht Top-Nav oder Breadcrumbs
Breadcrumbs zeigen nur die aktuelle Position, keine Gesamtstruktur. Eine Top-Nav hätte die Lernmodule (Eingabe, Modellparameter, Ergebnisse) nicht klar getrennt. Die Sidebar macht alle Kategorien dauerhaft sichtbar und erlaubt den Modulwechsel ohne Kontextverlust.
„Das Menü links macht die Navigation sehr angenehm und verständlich." — Nutzende in der qualitativen Nachbefragung.
Der Figma-Effekt: SUS 71,4 → 55,2 → 70,0
Sprint 1 (Figma-Mockup): SUS 71,4. Sprint 2 (Vue.js-Implementierung): SUS 55,2. Im statischen Design unsichtbare Probleme wurden real spürbar: doppelte Seitenleisten, Skalierungsprobleme, zu dunkler FAQ-Bereich.
Sprint 3: Kein neues Feature — ausschließlich Hierarchie, Kontrast, Lesbarkeit. Ergebnis: SUS 70,0.
Ergebnisse & Learnings
UEQ-Score von 4,56 auf 4,92 gesteigert (+7,9%) – über drei Evaluationsrunden mit insgesamt 31 Nutzenden. SUS-Score 70,0 (gute Usability), 97,6% Tablet-Kompatibilität, Originalitätswert 5,46/7 (sehr gut). Aus einer problematischen Lernplattform entstand ein evaluiertes, funktionsfähiges UX-Produkt.
Drei Sprints, drei Evaluationsrunden, 31 Teilnehmende: Jede Iteration brachte konkrete Erkenntnisse, die im nächsten Sprint direkt umgesetzt wurden. Das ist Product Ownership in Reinform.
SUS, UEQ und AttrakDiff als Kombination liefern ein vollständiges Bild – nicht nur ob das Design funktioniert, sondern warum. Quantifizierbare Ergebnisse überzeugen Stakeholder, wo Meinungen es nicht tun.
Was ich selbst für „übersichtlich" hielt, war für echte Nutzende unverständlich. Die Nielsen-Heuristik-Analyse im ersten Sprint deckte Probleme auf, die ich ohne externe Perspektive nie gesehen hätte.
Projektbilder
